Lymphdrainage

Allgemeines

Die manuelle Lymphdrainage ist eine der wichtigsten Methoden der physikalischen Entstauungstherapie. Das Lymphsystem ist neben dem Blutkreislauf das zweite Gefäßsystem in unserem Körper. Arterien und Venen sorgen für die Ver- und Entsorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, das Lymphgefäßsystem dient dem Abtransport der Gewebsflüssigkeit. Im Gegensatz zum Blutkreislauf gibt es keinen „Lymphkreislauf“, es beginnt in der Peripherie und mündet in die Venenwinkel. In diesem Einbahnsystem sind die Lymphknoten als Filterstationen integriert. So werden ca. 2 Liter Flüssigkeit am Tag transportiert.

 

Behandlung

 

Spezielle Massagegriffe bewirken eine Erhöhung des Lymphtransportes.

Vier Grundgriffe (Stehender Kreis, Pumpgriff, Schöpfgriff und Drehgriff) werden nach Bedarf in verschiedener Weise variiert oder miteinander kombiniert. Der Druck der Griffe ist dem Befinden des Patienten anzupassen. Sie dürfen auf keine Fall Schmerzen erzeugen oder verstärken.

 

Anwendung

Die Lymphdrainage muss oft mit einer Kompressionsbehandlung kombiniert werden und findet Anwendung bei allen Ödem/Schwellungen wie z.B.:

- postoperativ 

- bei Venösen und arteriellen Erkrankungen

- Lipödeme

- nach traumatischen Verletzungen