Fango

Herkunft

Das Heimatland des organischen Fango ist Italien. Schon die römischen Legionäre sollen ihre Blessuren und Rheuma-Leiden mit Fango behandelt haben. Der italienische Fango setzt sich aus vulkanischem Schlamm, Thermalwasser und Algen oder Mikroorganismen zusammen. Im Euganeischen Becken existieren einzigartige Thermalquellen, deren Ursprünge in den Alpen liegen und die sich ihren unterirdischen Weg durch uralte Gesteinsschichten graben, bis sie an die Oberfläche gelangen. Kommt das Wasser an die Luft, beträgt seine Temperatur immer noch 80 bis 85 Grad und es ist reich an Salzen, Ionen und Brom.

Anwendung

Positive Effekte zeigt die Fango Packung vor allem bei Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, chronischen Harnwegserkrankungen, Ischiasbeschwerden und Neuralgien sowie Atemwegsbeschwerden. Heißer Fango entsteift nachhaltig die Gelenke, entspannt die Muskeln und fördert die Durchblutung. Sogar verhärtetes Narbengewebe lässt sich durch Fango spürbar lösen. Optimale Wirkung entfaltet die Wärmebehandlung in Kombination mit einer anschließenden Massage. Eine Fango Behandlung dauert zwischen 20 und 40 Minuten. Sie leitet die Wärme bis zu 3 Zentimeter tief in den Körper.

Wirkung

Dank ihrer tief reichenden Wärmewirkung regt die Fango Packung den gesamten Organismus an. Falls Sie an Bluthochdruck oder einer Herzschwäche leiden, ist es daher sinnvoll, vor dem Beginn einer Wärmetherapie den Rat eines Arztes einzuholen. Vorsicht auch bei akuten rheumatischen Schüben oder offenen Wunden. In diesen Fällen sollten Sie die Massage auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Neben der Wärmetherapie entfaltet Fango auch in kalter Form seine heilende Kraft. Verschiedene Cremes, Gele oder Kompressen enthalten Fango und können dadurch effektiv Prellungen oder leichte Muskelzerrungen lindern. Vor allem Sportler schätzen hier die gefäßverengende und schmerzstillende Wirkung des Fango.