Anwendung

Vor der Anwendung wird Gesteinspulver mit Wasser zu einem  Brei gemischt, dieser auf eine Temperatur  bis zu 50 °C erhitzt und als so genannte Schlammpackung in einer Schichtdicke von  3 cm auf die erkrankten Bereiche des Körpers aufgetragen. Anschließend wird der Körper zwecks optimaler Wärmespeicherung in Folie, Leinentücher oder Wolldecken eingehüllt. Die Anwendungsdauer solch einer Behandlung liegt zwischen 20 und 40 Minuten, wobei die Wärme des Fangos in das tief liegende Gewebe eindringen kann und dieses somit lang anhaltend und wirkungsvoll erwärmt. Die Heilwirkung von Fango ist wissenschaftlich belegt.

Wirkung

Dank ihrer tief reichenden Wärmewirkung regt die Fango Packung den gesamten Organismus an. Falls Sie an Bluthochdruck oder einer Herzschwäche leiden, ist es daher sinnvoll, vor dem Beginn einer Wärmetherapie den Rat eines Arztes einzuholen. Vorsicht auch bei akuten rheumatischen Schüben oder offenen Wunden. In diesen Fällen sollten Sie die Massage auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Neben der Wärmetherapie entfaltet Fango auch in kalter Form seine heilende Kraft. Verschiedene Cremes, Gele oder Kompressen enthalten Fango und können dadurch effektiv Prellungen oder leichte Muskelzerrungen lindern. Vor allem Sportler schätzen hier die gefäßverengende und schmerzstillende Wirkung des Fango.

 

Geschichte

Italien gilt als das Ursprungsland des Fangos und nimmt somit auch eine Sonderstellung ein. Historische Quellen belegen, dass schon römische Legionäre die Heilkräfte des vulkanischen Heilschlamms zu schätzen wussten. Der italienische Fango setzt sich aus 3 Komponenten zusammen: Thermalwasser, Fangoschlamm (Lehm bzw. Ton) und der Zugabe von Algen und Mikroorganismen, welche für den biologischen Reifeprozess (Maturation) verantwortlich sind. Dieser Reifeprozess dauert mindestens 60 Tage an.